Reetdachdecken ist Schwerstarbeit
>> Montag, 13. Februar 2012
| Reetdächer eindecken ist Schwerstarbeit |
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Er würde niemals Seehunde jagen, obwohl es sein Amt ist – und auch zur Waffe greift er nur in den allerseltensten
Fällen, obwohl er sie immer dabeihaben muss.
Günter Jensen ist der Seehundjäger von St. Peter-Ording, ein Nebenjob, der viel Zeit kostet und den er um keinen Preis der Welt missen möchte.
Günter Jensen kümmert sich um den „Gestrandeten“ und weiß am besten, ob er nur „Fofftein“ macht oder vielleicht Hilfe braucht.Verhaltenstipps vom Seehundjäger Günter Jensen:
Das ist keine Tierquälerei sondern pure Sorgfalt. „Die Heuler sind kaltes Wasser gewohnt. Innen im Auto würden die kleinen Seehunde einen Hitzschlag bekommen und an Kreislaufversagen sterben“ so der Experte. Am meisten reizt ihn an seinem Job die Forschung, in die er aktiv eingebunden ist.Dafür fängt er und gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlern und Tierärzten Seehunde mit speziellen Netzen, vermisst sie und rüstet sie mit Telemetriesendern aus, mit denen die verschiedensten Daten gewonnen werden.
Ans Aufhören denkt Jensen nicht, und Gott sei Dank gibt es keine Altersgrenze für Seehundjäger.
Denn Günter Jensen würde seine Arbeit sehr vermissen.
Kontakt: Seehundjäger Günter Jensen
Telefon: 0172/2717687
Internet: www.nordseetouristik.net
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Die Stadt Tönning:
Der 1613 in seiner heutigen Form gegrabene Hafen gilt noch heute als der schönste an der schleswig-holsteinischen Westküste. 1590 erhielt Tönning zusammen mit Garding das Stadtrecht.
Das mächtige Packhaus am Hafen erinnert an den Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals, der zwischen Rendsburg und Kiel die Eider mit der Ostsee verband. Es entstanden nach seiner Einweihung 1784 in Tönning eine Lohgerberei, eine Reepschlägerei, Stärkefabriken, zwei Brauereien und eine Ziegelei. Mit den Jahrzehnten verlor sich der wirtschaftliche Aufschwung aber wieder.
Das Packhaus steht wegen seines jährlich installierten längsten Adventskalenders der Welt im Guinness-Buch der Rekorde. Die Fenster des ca. 78 m langen Gebäudes bilden die Türchen an diesem Mega-Kalender.
Heute kommen die Touristen vor allem wegen des malerischen Hafens und des historischen Marktplatzes mit seinem Barockbrunnen. In der St. Laurentius-Kirche kann man Werke des einheimischen Rembrandtschülers Jürgen Ovens bewundern.
Das zur Expo 2000 eröffnete Multimar Wattforum ist die wichtigste Ausstellung zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.Weitere Bilder aus Tönning:



Die Halbinsel Eiderstedt:
Die mächtigen Haubarge waren einst Ausdruck des hiesigen Wohlstands, der durch eine erfolgreiche Landwirtschaft erzielt wurde. Im 18. Jahrhundert besaß Eiderstedt über 400 dieser riesigen Bauernhäuser. Heute sind es noch höchstens zwei bis drei Dutzend.
Im Laufe der letzten hundert Jahre entwickelte sich der Tourismus, ausgehend vom Nordseebad St. Peter-Ording, zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Halbinsel. Die Orte Garding und Tönning, die 1590 gleichzeitig das Stadtrecht erhielten, haben ihre einstmals bestimmende Bedeutung für Eiderstedt dadurch zugunsten des „Dorfes“ St. Peter-Ording eingebüßt.
Ganz Eiderstedt als eine gemeinschaftliche Urlaubsregion zu begreifen und zu vermarkten, ist der aktuelle Trend. Die Gäste möchten durch ihre hohe Mobilität vor Ort neue Freizeiträume erschließen, z.B. durch das Erkunden der Gegend mit dem Fahrrad.
Für eine flache Küstenlandschaft wie Eiderstedt ist der Fahrradtourismuswie geschaffen. Das relativ dichte Netz der Orte und Radwege verschafft angenehme und gesundeFreizeiterlebnisse und eine gute Abwechslung zum Strandleben.
Der Feriengast wird auf Eiderstedts auch eine kulinarische Vielfaltentdecken, die sich auf ganz eigene Weise dem leiblichen Wohl widmet. Landschaftliche Spezialitäten von Fleisch und Fisch, vor Ort angebautes Gemüse, hausgebackene Kuchen und Torten, einheimische Getränke, und das alles in echt nordfriesischer Gemütlichkeit. Doch auch die internationale Küche ist hier an der Küste hervorragend vertreten.Friedrichstadt:
Zwar war und ist Friedrichstadt nicht die Handelsmetropole, die sie einmal werden sollte, jedoch als malerisches Kleinod europäischer Historie wird das Holländerstädtchen gern besucht. Die Gründung Friedrichstadts 1621 war keine nur durch Religionstoleranz begründete Ansiedlung niederländischer Glaubensflüchtlinge. Es ging dem Landesherren vor allem um den Einstieg in den lukrativen Spanienhandel, wobei u. a. hiesiges Getreide exportiert und Salz importiert werden sollte.
In wenigen Jahren war der neue Siedlungsplatz mit den Straßen, Grachten und Häuserblöcken vermessen und errichtet, alles nach holländischem Vorbild. Der Ort war und ist bis heute geprägt durch lichte, luftige Straßen- und Wasserzüge, Grünflächen. Plätze und Höfe sowie Giebelhäuser.
Zunächst gab es leistungsfähige Manufakturen, Webereien, Färbereien und Ölmühlen. Hinzu kamen eine Brauerei, eine Malzerei und eine Schnapsbrennerei. Besonderen Ruf genoss der „Friedrichstädter Senf“. In jenen Jahren gelangte Friedrichstadt an die Weltwasserstraße des Eiderkanals, der Rendsburg mit der Kieler Förde verband.
Der Großteil der dänischen Einfuhren aus den Niederlanden ist bis zur Preußenzeit (ab 1867) über Friedrichstadt abgewickelt worden. Danach sank Friedrichstadt zurück in die Idylle eines Provinzstädtchens, dessen ganz besondere Herkunft aber allen Gästen stets sichtbar und erfahrbar blieb. In Friedrichstadt spürt man auf Schritt und Tritt noch heute den Hauch der Geschichte, die weiterwirkt z.B. in der Vielzahl kleiner Geschäfte, in der Architektur, den Grachten und Brücken und den steinernen Zeugen der freien Religionsausübung.
Festliche Höhepunkte des Jahres sind die Friedrichstädter Lammtage im Juni und die landesweit bekannten Friedrichstädter Festtage, die traditionell am letzten Juliwochenende stattfinden. Deren Höhepunkt, die Lampionfahrt geschmückter Boote durch die Grachten, zieht am Samstagabend Zehntausende von Menschen an.
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